Eva Maria Gisler zeigt ihre Installation «Infrastrukturen» (2024) — eine Kombination aus leichten und schwereren Elementen, die gefundene und hergestellte Materialien, harte und zarte Komponenten miteinander verbindet: Beton trifft auf hauchdünnen Kunststoff und findet so zu einem Gleichgewicht. Gislers Skulpturensammlung nimmt selbstbewusst ihren Platz im Museumsraum ein; aus manchen Blickwinkeln teilt sie den Raum dominant, aus anderen sieht man nur eine feine Silhouette. Eine fruchtbare Spannung entsteht — handelt es sich um Architektur oder Skulptur, um etwas Stabiles oder Fragiles? Der gekonnte und subtile Umgang mit Farbe und Form erzeugt Kompositionen, die lyrische Erzählmöglichkeiten eröffnen. Die Jury verleiht der Künstlerin einen Werkbeitrag von CHF 30’000 für ihren souveränen Umgang mit Material und Raum, Inhalt und Imagination. Aoife Rosenmeyer
EVA MARIA GISLER, *1983, Bern, Werkbeitrag, CHF 30’000. evamariagisler.ch
Visuals: Porträtbild © Christof Steinmann. Werkbilder «Infrastrukturen 2024» © Eva Maria Gisler