Andreas Dobler präsentiert eine Auswahl von «Psychogebäuden» (2024–2025): Es handelt sich um fantastische Architektur in Form von Miniaturmodellen aus Ton. In den Formen sind spirituelle und architektonische Codes verborgen — die Strukturen greifen dabei bekannte Merkmale von Tempeln oder Burgen auf, lassen die Betrachtenden aber auch unmögliche technische Meisterleistungen erahnen. Der Massstab der Modelle lädt das Publikum dazu ein, sich in diese eigenwilligen Gebäude hineinzuversetzen. Die Sprache der Objekte von Dobler lässt viel Spielraum, um in imaginäre Welten abzutauchen und vielfältigen Interpretationen nachzuspüren. Ein spannendes Wechselspiel zwischen Fassade und Rückfront ist sowohl in den Exponaten als auch in ihrer Präsentation auf Sockeln zu beobachten. Die Jury würdigt mit einem Werkbeitrag von CHF 30’000 diese faszinierende Werksammlung und fantastische Formenwelt. Aoife Rosenmeyer
ANDREAS DOBLER, *1963, Zürich, Werkbeitrag, CHF 30’000.
Visuals: Porträtbild © zVg. Werkbilder «Taoist Headquarter» und «Hypnagogique» © Andreas Dobler. «Amtshaus für Eskapismus» © Stefan Burger