Alessandro Giannelli verspürt schon länger den Drang, sich als Solokünstler weiterzuentwickeln und eine eigene Identität als Musiker zu finden. Dabei ist er zwischen zwei Welten hin- und hergerissen: Auf der einen Seite stehen gutbesuchte Projekte, bei denen er als Sideman fungiert; auf der anderen Seite widmet er sich der Suche nach der eigenen Klangsprache. Was ihn antreibt, ist der unbändige Wille, diesem inneren Drang nachzugehen, egal wie lange die Reise dauert und wieviel Aufwand er dafür betreiben muss. In Nairs will Giannelli sich Solo-Klavierkompositionen widmen und die Stücke direkt am Flügel im Atelier komponieren, erarbeiten und aufnehmen. Daneben möchte er gemeinsam mit einer klassischen Sängerin Stücke entwickeln und produzieren. Seine Ziele sind klar ersichtlich, sein Dossier ist stringent und Nairs der richtig Ort, fernab urbaner Zentren, um dem Musiker die benötigte Ruhe zu geben. Oliver Miescher
ALESSANDRO GIANNELLI, *1982, Zürich, Atelieraufenthalt, CHF 7’500. @alessgiannelli
Visuals: Porträtbilder © Nuél Schoch, Livia Eichenberger